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  • andreadengel

Was braucht es heutzutage wirklich an Qualifikation? - Hard vs. Soft Skills

Qualifikationen sind ein wichtiger Faktor bei der Bewerbung um einen Job. Diese geben dem*r Arbeitgeber*in einen Eindruck davon, ob die Kandidat*innen für die angestrebte Stelle geeignet sind und ob die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse mitgebracht werden. Eine gute Ausbildung, berufliche Erfahrungen und spezielle Fähigkeiten können helfen, sich von anderen Bewerbern abzuheben und einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Es ist jedoch wichtig, dass Qualifikationen relevant für den Job sind, für den Sie sich bewerben, um die besten Chancen auf eine Einstellung zu haben. Hierbei wird häufig zwischen Soft und Hard Skills unterschieden.


Der Unterschied zwischen Hard Skills und Soft Skills

Hard Skills beziehen sich rein auf die fachliche Kompetenz und Qualifikation, die für die jeweilige Aufgabe oder Position von Nöten sind. Dabei kann es sich um technische Fähigkeiten, Sprachkenntnisse oder gewisse IT-Kompetenzen handeln. Je nach Branche und Berufsfeld können diese sehr verschieden aussehen und umfassen das wesentliche Know-How, dass Arbeitnehmer*innen mitbringen müssen und sind dadurch konkret und messbar.



Dagegen sind die Soft Skills eher schwerer zu beurteilen und dadurch weniger greifbar und nachprüfbar. Soft Skills umfassen Kompetenzen, die von sozialer und emotionaler Natur sind. Sie spielen eine große Rolle bei der Zusammenarbeit mit anderen Menschen, sowie den Umgang mit Herausforderungen im (Arbeits-)Alltag. Dazu zählen Fähigkeiten, wie Problemlösung, Verhandeln und Argumentieren, Konflikt- und Kritikfähigkeit, Moderations- und Kommunikationsfähigkeiten, Kreativität aber auch Flexibilität.


Es ist bekannt, dass sich Hard Skills von Bewerbern mithilfe von Zertifikaten, Zeugnissen oder Einstellungstests nachweisen lassen. Allerdings ist es bei der Beurteilung von Soft Skills oft schwieriger, eine systematische Vorgehensweise zu finden, was bedeutet, dass es hier noch großen Bedarf gibt, eine strukturierte Vorgehensweise zu entwickeln.


Soft Skills in der Zukunft

Währenddessen prognostizieren Analysten von Deloitte in ihrem Bericht "Soft Skills for Business Success", dass bis zum Jahr 2030 fast zwei Drittel aller Berufe auf Soft Skills ausgerichtet sein werden.

Dies liegt an der Automatisierung und Digitalisierung von Arbeitsprozessen, die Mitarbeiter dazu zwingen, ihre weichen Fähigkeiten zu entwickeln und zu vertiefen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und einen Mehrwert für ihr Unternehmen zu schaffen. Eine Studie von McKinsey bestätigt diese Prognose und geht sogar noch einen Schritt weiter: Bis zum Jahr 2030 könnten bis zu 30% der Arbeitszeit automatisiert werden. Diese Tatsache veranlasst Bewerber*innen, sich auf Soft Skills zu konzentrieren, die einzigartig menschlich sind und von Maschinen nicht ersetzt werden können, wie beispielsweise die Interpretation von Daten und die Entwicklung kreativer Lösungen.


Und wofür braucht man die ganzen Soft Skills?

Ein erfolgreiches Team braucht gute Kommunikation, Feedback und Teamwork-Fähigkeiten, um zusammenzuarbeiten und Probleme zu lösen. Ohne regelmäßige Kommunikation kann es zu Missverständnissen und Fehlern kommen, wodurch das Team in seiner Leistung beeinträchtigt wird, weswegen ausgeprägte Soft Skills unerlässlich sind. Feedback hingegen hilft dem Team, seine Stärken und Schwächen zu erkennen und zu verbessern. Und eine hohe Teamwork-Kompetenz führt zu einem harmonischen und produktiven Arbeitsumfeld. Diese Fähigkeiten sind nicht nur für das individuelle Wachstum und die Entwicklung des Einzelnen wichtig, sondern auch für den Erfolg des gesamten Unternehmens unverzichtbar.

Wie der berühmte Bill Gates einmal in einem TedTalk sagte: „Wir alle brauchen Menschen, die uns Feedback geben. Nur so können wir uns verbessern.“

Deshalb ist es für diese Aufgaben wichtig, diese Fähigkeiten bei Bewerber*innen besonders genau zu prüfen. Für die Zukunft bleibt die Frage wie man Soft Skills erkennt und auch fördert.


Quellen:



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