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Unser Erfahrungsbericht: „Warum mich der Begriff Workation stört: 4 Wochen auf Gran Canaria“

von Katalina Ketschau


Ein grauer Wintertag im Januar. Es regnet oder es schneit. Irgendetwas dazwischen. Ich habe mir in den letzten Jahren geschworen, dass ich nicht den gesamten Winter ausschließlich in Berlin verbringen wollen würde.

Nach einem letzten Meeting an einem dieser grauen Tage entschloss ich zu recherchieren, wo in Europa das Wetter gerade richtig gut sein würde.

Meine Bedingung waren die Folgenden:

  • Über 15 Grad

  • Sonne & Meer

  • Die Möglichkeit in der Nähe surfen zu gehen.

Ein-, zwei Klicks und schon stand ich vor der Destination: Gran Canaria. Vor einem Flug und einem kleinen Apartment. Ich habe direkt einen Termin mit meinem Team in Berlin gemacht und gefragt, wie wir es möglich machen könnten, dass ich für drei Wochen im Februar der Tristesse der Hauptstadt entfliehen könne.

Wer übernimmt welche Meetings in Präsenz und wie kann ich auch aus der Ferne hybrid bei den Projekten dabei sein?

Nachdem wir Zuständigkeiten und Vertretungen geklärt haben, sagten wir, dass wir das Experiment „Workation“ starten würden, ganz gemäß dem Trail & Error Prinzip: Umgestaltungen, bessere Absprachen – Alles, was wir im Nachgang feststellen würden, was wir verbessern könnten, könne uns nur weiterbringen.

Was heißt denn aber eigentlich Workation? In der heutigen digitalen Ära, in der Arbeitsplätze immer flexibler und ortsunabhängiger werden, gewinnt der neue Trend zunehmend an Beliebtheit: Die Workation - Per Definition aus ist Workation eine Kombination aus Arbeit und Urlaub, bei der Menschen ihre beruflichen Aufgaben erledigen, während sie an einem schönen Reiseziel verweilen.



Doch irgendwo störe ich mich an dem Begriff der Workation. Viel lieber ist es mir von „Digital Nomadism“ zu sprechen oder eben dem digitalen Nomaden Lifestyle. Dieser Begriff beschreibt Menschen, die ihren Lebensstil so gestalten, dass sie ortsunabhängig arbeiten und dabei die Möglichkeit haben, an verschiedenen Orten zu leben und zu arbeiten. Ich sehe mich mehr als jemand, der überall zuhause sein kann.

Selbstverständlich mache ich auch Urlaub, aber wenn ich mich entscheide länger als zwei Wochen an einem anderen Ort auf dieser Welt einzukehren, dann empfinde ich da kein Urlaubsgefühl. Viel mehr wird dieser Ort dann doch ein temporäres Zuhause, denn ich bringe dort meinen Arbeitsalltag mit.

Ich glaube deswegen stört mich der Begriff Workation so.


Meine Key Learnings aus dem Aufenthalt:

  • Jeden Tag Tortilla mit Aioli zu frühstücken ist nicht gut für die Figur

  • Motivation, Inspiration und Produktivität steigt, denn ich kann aus den neuen Eindrücken um mich herum viel neue Lebensenergie ziehen

  • Ich habe über die Zeit mein Netzwerk erweitert: In Coworking Spaces und Working Cafes trifft man auf viele andere „temporäre, digitale Nomaden“ und stellt sogar vielleicht fest: „Wir können zusammenarbeiten“

  • Freiheit und Flexibilität im Arbeitsalltag erhöht meine persönliche Mitarbeiterbindung an das Unternehmen

  • Eine tiefe Verbindung mit dem ausgewählten Ort. Es ist viel mehr als nur ein kurzes Urlaubsintermezzo. Durch Begegnungen mit Menschen, der anderen Kultur etabliert sich ein vertrautes Gefühl mit der Umgebung.

Mein Appell: Zögert nicht und wagt den Schritt. Denn nur so könnt Ihr für Euch selbst feststellen: Ist das etwas für mich oder nicht?



Hier noch ein paar private Einblicke / Schnappschüsse aus meinem Gran Canaria Aufenthalt. 🌞


Klickt hier, um zu erfahren was Ihr alles für Workation beachten müsst.

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